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EndoPredict®-Test sagt Therapieansprechen in der neoadjuvanten Situation voraus

08.12.2017

Sicherere Therapieentscheidung im neoadjuvanten Setting
Im Rahmen der General Session 6 beim SABCS stellte PD Dr. Peter Dubsky, Hirsladen, Schweiz, aktuelle Studiendaten der österreichischen ABCSG (Austrian Breast and Colorectal Cancer Study Group) 34-Studie vor.3 Ein translationales prospektiv definiertes Studienziel war, die prädiktive Aussagekraft des molekularen 12-Gen-Tests EndoPredict® (EP) hinsichtlich des Ansprechens auf eine neoadjuvante Chemotherapie oder neoendokrine Therapie zu untersuchen. Im Rahmen der Untersuchung wurden 217 Biopsien von Patientinnen mit HR+/HER2-negativem Mammakarzinom analysiert. 134 der Frauen erhielten aufgrund ihrer aggressiven klinisch-pathologischen Tumorsignatur eine neoadjuvante Chemotherapie, die übrigen 83 Frauen, deren Tumortyp als Luminal A klassifiziert wurde, eine neoendokrine Behandlung. Der primäre Endpunkt der Studie war die Resttumorlast am Tag der Operation [RCB0/1 (gutes Tumoransprechen) gegenüber RCBII/III (schlechtes Tumoransprechen)].


Von den Patientinnen, die eine neoadjuvante Chemotherapie erhalten hatten, wiesen 125 einen hohen und 9 einen niedrigen EP-Score auf. Rund ein Viertel der Frauen mit hohem EP-Score sprach gut auf die neoadjuvante Chemotherapie an (RCB0/1), jedoch keine der Patientinnen mit niedrigem EP-Score. Genau umgekehrt waren die Verhältnisse in der Gruppe der Luminal A-Patientinnen, die eine neoendokrine Therapie erhalten hatten und bei denen sich Patientinnen mit hohem (n=39) und niedrigem EP-Score (n=44) in etwa die Waage hielten. In dieser Gruppe sprachen 27,3% der Frauen mit niedrigem EP-Score gut auf die endokrine Behandlung an, dagegen nur 7,7% der der Patientinnen mit hohem EP-Score (Tab.)
 

  Niedriger EP-Score Hoher EP-Score p-Wert

Ansprechen auf
neoadjuvante
Chemotherapie

0,0% 26,4% 0,0001

Ansprechen auf
neoendokrine
Therapie

27,3% 7,7% 0,015


Diese Daten aus der ABCSG 34-Studie sind nach Meinung von Dr. Dubsky vielversprechend, denn sie deuten darauf hin, dass der Test einen prädiktiven Wert für das Ansprechen auf Chemotherapie hat.


Quelle: Vortrag im Rahmen des San Antonio Breast Cancer Symposium 2017, 5. bis 9. Dezember 2017 in San Antonio, Texas, USA


1 Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinie Früherkennung, Diagnose, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms, Version 4.0, 2017 AWMF Registernummer: 032-045OL, www.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/mammakarzinom/ (abgerufen am: 09.01.2018
2 https://www.onkopedia.com/de/onkopedia/guidelines/mammakarzinom-der-frau/@@view/html/index.html (abgerufen am 9.1.2018)
3 Dubsky P et al., The EndoPredict score predicts residual cancer burden after neoadjuvant chemotherapy and after neoendocrine therapy in HR+/HER2- breast cancer patients from ABCSG 34, SABCS 2017, Abstract GS6-04, oral presentation

   

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